Reisehinweise für schwule Paare auf Nilkreuzfahrten

Wer schwul ist und im Urlaub auf eine offenen Szene hofft, die ihre Sexualität frei auslebt, wird in Ägypten nicht glücklich werden. Das Land bietet zwar traumhafte Strände, monumentale Bauwerke und riesige Basare, aber keine offene Szene für Schwule, Lesben und Queers. Dies hat sich weder mit den Ereignissen des arabischen Frühlings, noch mit der kürzlich erfolgten Machtübernahme durch die Militärs geändert. Nach wie vor dominieren homophobe Ressentiments die ägyptische Gesellschaft. Wer homosexuell ist, sollte daher die Situation in den Städten Ägyptens berücksichtigen. Etwas anders sieht es auf den Nilkreuzfahrten aus.

Schwul in Ägypten: Nilkreuzfahrten als Rückzugsort

In Ägypten gelten homosexuelle Handlungen als moralisch verwerflicher Akt. Homosexualität gilt nach wie vor als Tabu. Lesben kommen in der ägyptischen Gesellschaft scheinbar nicht vor. Daher können Zärtlichkeiten nur hinter verschlossenen Türen und in abgeschlossenen Räumen ausgelebt werden. Aus diesem Grund bieten Reiseunternehmen sogar spezielle Nilkreuzfahrten an, an denen ausschließlich Schwule und Lesben teilnehmen. Die queeren Touristinnen und Touristen bilden hier eine geschlossene Gesellschaft, die mehr oder weniger unter sich bleibt. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Zwar bieten die Schiffe, die über den Nil kreuzen, einen abgeschlossenen Ort für queere Reisende, doch spätestens mit einem Landgang können Gefahren drohen, die nicht unterschätzt werden sollten.

Homosexuell in Ägypten: Undercover unterwegs

Zwar können auch Schwule und Lesben unbehelligt in Luxur oder Hurghada ihren Urlaub verbringen. Doch dabei sollten sie besser unauffällig auftreten. Viele Schwule und Lesben greifen daher gerade an Land auf eine Tarnung zurück, um Probleme zu vermeiden. Wer schwul ist, genießt das Land der Pharaonen und zieht sich am Abend auf das Kreuzfahrtschiff zurück. Dort kann die Undercover-Tarnung abgelegt werden. Wer homosexuell ist, vermeidet am besten den vermeintlich harmlosen Straßenflirt. Zwar ist es auch in Ägypten möglich, homosexuelle Handlungen zu suchen, doch diese gefährden alle Beteiligten. Wer offen homosexuell lebt, wird in Ägypten juristisch verfolgt: Für Touristen reicht in der Regel ein Anruf in der Botschaft des Heimatlandes. Einheimische können nicht auf diesen Schutz zurückgreifen. Sie sind daher besonders gefährdet. Ihnen drohen sogar Gefängnis und Folter. Daher sollten derartige Kontakte vermieden werden. Auf den Nilkreuzfahrten gestaltet sich die Situation natürlich anders: Wer schwul ist, sollte seinen Ägyptenurlaub daher am besten auch mit auf dem Wasser verbringen.

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