Eine Kreuzfahrt auf dem Nil ist für den Mitteleuropäer in jeder Hinsicht ein Abenteuer. Bei der Anreise taucht der Reisende für ein oder zwei Tage in die 8-Millionenmetropole Kairo ein. Rund die Hälfte der Einwohner Ägyptens wohnt in der Hauptstadt. Diese ist nicht nur das kulturelle, religiöse und politische Zentrum des Landes, sondern gleichzeitig der Nabel der arabischen Welt. Die Silhouette der Stadt wird inzwischen von modernen Hochhäusern geprägt. Die Altstadt Kairos mit zahlreichen monumentalen Stadttoren gehört seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu den unverzichtbaren Sehenswürdigkeiten eines Besuchs in Kairo gehört die Zitadelle im Osten der Stadt mit der Muhammad-Ali-Moschee.
Menschen am Nil – Gastfreundschaft wird groß geschreiben
Der Nil ist die Lebensader Ägyptens. Schließlich ist die Vegetation des Landes schwerpunktmäßig im Niltal und im Nildelta zu finden. Nur dort ermöglicht der Nilschlamm Ackerbau und damit auch Futter für die Viehzucht und seit Jahrtausenden Wohlstand für die Bevölkerung. Die Ernteerträge in der Region liegen auf Grund der hervorragenden Klima- und Bodenbedingungen international auf einem Spitzenniveau. Der Trip auf dem Nil selbst, dem längsten Fluss Afrikas, ist meist voller Überraschungen. Denn die Bewohner am Fluss, vom Nildelta bis hinauf nach Oberägypten lassen es doch in der Regel gemächlicher angehen als es der Tourist von zuhause gewohnt ist. Ihm wird es aber keineswegs an Herzlichkeit fehlen, denn die Gastfreundschaft wird in Ägypten groß geschrieben. Bei Ausflügen ins Landesinnere sollte man daher genügend Zeit einplanen und sich nicht hetzen lassen.
Tiere am und im Nil – Bekanntschaft mit der Ägyptischen Kobra vermeiden
Im Nil solle es rund 120 Fischarten geben. Die Fischerei des Landes ist ein bedeutender Wirtschaftszweig. Der Nil selbst trägt aber nur zu rund 15 Prozent zu den Fischerträgen des Landes bei. 60 Prozent des Fischs werden in den Küstenseen im Nildelta gefangen, der Rest auf hoher See. Namensgebend war der Fluss beim Nilpferd, allgemeiner Flusspferd genannt, das heute aber nur noch am Oberlauf des Stroms beobachtet werden kann. Ganz verzichten mag der Tourist wahrscheinlich auf das Zusammentreffen mit der ägyptischen Kobra, die zur Familie der Giftnattern zu zählen ist. Ein Biss eines solchen Tieres kann tödlich enden. Die Uräusschlange, so eine weitere gängige Bezeichnung, ist auf dem gesamten afrikanischen Kontinent verbreitet und bevorzugt Lebendfutter in Form von Kleingetier, Eiern bis hin zu kleinen Reptilien, Amphibien, Vögeln oder gar Säugetieren.