Nilkreuzfahrten bei Deutschen beliebt

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat auf der ITB aktuelle Studien zu den Kreuzfahrten präsentieret. Die Veranstalter von Flusskreuzfahrten brachten der DRV-Studie zufolge im vergangenen Jahr knapp 400.000 deutsche Touristen auf die Flüsse dieser Welt. Nilkreuzfahrten in Ägypten stehen dabei hinter der Donau-Kreuzfahrten auf dem zweiten Platz. Nilokreuzfahrten sind somit bei deutschen Urlaubern beliebter als Flusskreuzfahrten auf deutschen Flüssen. Dieses hervorragende Umfrageergebnis spricht zweifelsohne für die hohe Qualität der Nilkreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan.

Zudem brachte die Umfrage ein erstaunliches Ergebnis zu Tage: Statt ihre Nilkreuzfahrten im Internet zu buchen, setzen die Deutschen auch im Internet-Zeitalter hauptsächlich auf die klassische Buchung im Reisebüro: Etwa 80 Prozent der Hochseereisen und 60 Prozent der Flusskreuzfahrten wurden 2009 in einem Reisebüro gebucht.

Tutanchamun war Kind aus Inzest-Beziehung

Tutanchamun gilt als berühmtester ägyptischer Pharao. Das liegt vor allem an den ungewöhnlich reichhaltigen Grabbeigaben, die Ägyptologen neue Einblicke in die Kultur des Alten Ägypten gewährten. Das politische Wirken des Regenten, der den Thron schon als Kind bestiegen hatte, war dagegen weniger spektakulär. Der Pharao starb nach nur neunjähriger Regentschaft um 1324 v. u. Z. im Alter von nur 19 Jahren.

Nun hat eine Gruppe von Forschers aus Ägypten, Deutschland und Italien das Rätsel um Abstammung und Tod von Tutanchamun gelüftet. Genanalysen von insgesamt 16 Mumien enthüllen den Stammbaum des Herrschers über fünf Generationen. Demnach stammt Tutanchamun aus der Beziehung des berühmten Pharaos Echnaton mit dessen Schwester. Grund für das plötzliche Ableben des Regenten im Alter von 19 Jahren war vermutlich eine schwere Malaria in Kombination mit einer Knochenerkrankung, wie das Forscherteam im »Journal of the American Medical Association« (Bd. 303, S. 638) schreibt.

Dass Tutanchamun aus einer Inzestbeziehung stammt, erklärt auch seine schlechte gesundheitliche Verfassung. Der Studie zufolge hatte er eine Gaumenspalte und eine Wirbelsäulenverformung. Im linken Fuß litt er an dem erblich bedingten Freiberg-Köhler-Syndrom und einem Klumpfuß. Diese Gehbehinderung ist vermutlich auch der Grund dafür, dass Tutanchamun in Bildern auffällig häufig sitzend dargestellt wird – sogar beim Jagen.

Binnenschifffahrt auf dem Nil

Die meisten Touristen kennen den Nil in Ägypten nur als vorzügliche Feriendestination für Nilkreuzfahrten. Nur den wenigsten Urlaubern einer Nilkreuzfahrt ist jedoch bekannt, dass der Fluss eine nicht minder gewichtige Rolle auch für die Wirtschaft in Ägypten spielt: Die Binnenschifffahrt auf dem Nil hat eine beinahe genauso lange Geschichte hat wie die Hochkultur der alten Pharaonen.

Selbstverständlich haben sich die Aufgaben der Binnenschifffahrt auf dem Nil in Ägypten im Verlauf der letzten Jahrtausende stark verändert: Während in der Epoche der Pharaonen die Materialien zum Bau der beindruckenden Pyramiden über den Nil transportiert wurden, ist in der heutigen Zeit die ägyptische Hauptstadt Kairo der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die Binnenschifffahrt auf dem Nil.

Der Staat Ägypten investiert seit vielen Jahren in zahlreiche Projekte zum Ausbau der Binnenschifffahrt auf dem Nil und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen. Zu den Investoren gehört beispielsweise das Unternehmen National River Transportation Co. (NRTC). NRTC plant, seine Flotte in den nächsten Jahren von derzeit 31 auf 92 Schiffe zu vergrößern. Die Schiffe werden in den Städten Alexandria und Helwan gebaut. Das Material, das für den Bau der Nilschiffe benötigt wird, stammt aus Deutschland von der in Düsseldorf ansässigen ThyssenKrupp AG.

Sphinx-Allee in Luxor

Luxor ist der Ausgangspunkt zahlreicher Nilkreuzfahrten. Was viele Urlauber nicht wissen ist, dass Luxor einige der sehenswertesten und ältesten Tempelanlagen Ägyptens zu bieten hat. Deswegen sollten Sie sich vor oder im Rahmen einer Nilkreuzfahrt auf den Weg ins sogenannte “Tal der Könige” und zu den besagten Tempeln machen. Und ab März wird Luxor um eine weitere Touristenattraktion bereichert: Die Sphinx-Allee in Luxor wird die Tempel von Luxor und Karnak am östlichen Nilufer demnächst auf einer Länge von drei Kilometern miteinander verbinden. Auf diese Weise wird das Areal in eines der größten Freilicht-Museen der Welt verwandeln. Bei einer Besichttigung der Sphinx-Allee in Luxor werden Sie ihre Nilkreuzfahrt bereits mit einem wahren Höhepunkt ägyptischer Kultur beginnen!

Die historische Sphinx-Allee besteht übrigens bereits seit der Zeit der Alten Ägypter: Sie wurde etwa im Jahr 1150 vor Christus unter dem damaligen Pharao Amenhotep III. erbaut. Damals bestand die Sphinx-Allee aus  über 1.000 Statuen, die sowohl von Menschen. als auch von Tierköpfen geschmückt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte versank die Sphinx-Allee in Luxor jedoch im Wüstensand. Von nun an ist dieses Wunderwerk ägyptischer Kultur jedoch wieder für Besucher zugänglich.

Veranstalter haftet bei Unfällen auf Nilkreuzfahrt-Ausflügen

Wenn während eines Ausflugs im Rahmen einer Nilkreuzfahrt ein Tourist verletzt wird, haftet der Reiseveranstalter. Dieses Urteil fällte nun der Bundesgerichtshof.  Der Bundesrichterargumentierte, dass es nicht darauf ankomme, wer den Ausflug tatsächlich durchführe, sondern wer in der subjektiven Wahrnehmung der Touristen als Organisator des Ausflugs auftritt. In den meisten Fällen, so auch bei der fraglichen Nilkreuzfahrt in Ägypten, sei dies eben der Reiseveranstalter. Prinzipiell gilt dieses Urteil natürlich nicht nur bei Nilkreuzfahrten, sondern auch in ähnlichen Fällen im Sektor der Pauschalreisen.

Bei Fällen von höherer Gewalt, der Einwirkung Dritter, Eigenverschulden der Touristen oder ausdrücklichen Hinweisen auf einen fremdorganisierten Ausflug ist die Haftung des Reiseveranstalters jedoch gänzlich oder zumindest teilweise eingeschränkt.

Pharaonengräber entdeckt

Wer denkt, dass in Ägypten bereits sämtliche Schätze des Altertums entdeckt und ausgegraben wurden, der hat sich gewaltig getäuscht: In Sakkara haben Archäologen vor einiger Zeit zwei Gräber aus der Epoche der 26. Dynastie entdeckt. Eines der Gräber gilt sogar als das bislang größte Grab, welches je in Sakkara entdeckt wurde.  Das Grab besteht aus zahlreichen Kammern und Gängen, in denen die Forscher viele Skelette, mumifizierte Falken und Tongefäße gefunden haben. In dem anderen, kleineren Grab, wurden dagegen lediglich Tongefäße gefunden. Eines der beiden Gräber wird von einem 7 Meter großen Loch geziert, für welches die Wissenschaftler bislang jedoch noch keine Erklärung haben. Allerdings waren die Forscher nicht die ersten, die die Gräber gefunden haben: Man hat nämlich herausgefunden, dass die Gräber  im Laufe der vergangenen Jahrhunderte bereits mehrfach geöffnet, wieder benutzt und ausgeraubt wurden. Die letzte Plünderung fand nach wissenschaftlichen Untersuchungen im 5. Jahrhundert nach Christi statt.

Reisebericht einer Nilkreuzfahrt

Heute habe ich einen interessanten Reisebericht zum Thema Nilkreuzfahrt gefunden. Auf der Internetseite findet man einen Reisebericht, der während einer Nilkreuzfahrt auf dem Nilschiff M/S Concerto im November 2008 geschrieben wurde. Die Informationen sind angereichert mit einer umfangreichen Fotogalerie, vielen Stunden Videomaterial sowie den Erfahrungen des Autors von zwei weiteren Nilkreuzfahrten in den Jahren 1997 und 2005.

Besonders gut gefallen mir die zahlreichen Fotos von der Nilkreuzfahrt: Zu sehen gibt es Fotos von Dendara-Tempel, dem Karnak-Tempel, Abu-Simbel, Philae-Tempel, der Esna-Schleuse, aber auch Bilder vom Nilkreuzfahrtschiff M/S Concerto, Menschen am Nil und wunderschöne Fotos vom Sonnenuntergang über dem Nil.

Das Kapitel “Das alte Ägypten” bietet leider bisher noch keine weiteren Informationen, doch ich bin mir sicher, dass der Autor auch hierfür bald die nötige Zeit finden wird.

Vor allem, wenn man bisher noch nie an einer Nilkreuzfahrt teilgenommen hat, aber gerne mal eine Flusskreuzfahrt auf dem Nil erleben möchte, bietet dieser Reisebericht besonders wegen seiner zahlreichen schönen Fotos ideale Informationen über eine Nilkreuzfahrt.

Geschichte der Nilkreuzfahrt

Eine Nilkreuzfahrt ist der Klassiker unter den Flusskreuzfahrten: Die ersten Reisebücher über Ägypten erschienen bereits im Jahr 1873. Der Erfinder der Gesellschaftsreise, Thomas Cook, organisierte zu dieser Zeit schon Reisen nach Ägypten durch. Damals besaß er ein Monopol für den Schiffsverkehr auf dem Nil und baute die touristische Infrastruktur bereits soweit aus, dass er luxuriöse Touren bis nach Luxor und Assuan anbieten konnte. Im Jahr 1874 standen bereits 17 Nilkreuzfahrtschiffe im Besitz von Thomas Cook (heute sind es über 280 Flusskreuzfahrtschiffe).

Nilkreuzfahrten stehen auch in der heutigen Zeit noch im Stil ihrer Geschichte: Viele der Hotels, in denen die Gäste damals übernachteten, stehen auch heute noch – natürlich renoviert und modernisiert. Ihren geschichtsträchtigen Charme haben sie jedoch nicht verloren.

Eine Nilkreuzfahrt richtet sich vor allem an Touristen, die mehr an einer Bildungsreise, als an einem Badeurlaub und Sonnenbädern interessiert sind. Denn eine Nilkreuzfahrt bietet die einzigartige Gelegenheit, nicht nur auf den Spuren der ersten Touristen aus dem 19. Jahrhundert zu wandeln, sondern vor allem auch die Jahrtausende alte Geschichte der alten Ägypter zu entdecken.